Heilgymastik

Heilgymnastik (auch Medizinische Gymnastik) ist ein Überbegriff für krankengymnastische (physiotherapeutische) Bewegungsübungen. Diese können passiv, assistiv, aktiv oder resistiv durchgeführt werden. Heilgymnastik wird klassischer Weise durch eine/n Physiotherapeuten/in (früher: Krankengymnast/in) durchgeführt und/oder angeleitet. Der Begriff Heilgymnastik wird in der Physiotherapie auch synonym mit den Begrifflichkeiten Kinesitherapie oder Bewegungstherapie verwendet.

Heilgymnastik (auch Medizinische Gymnastik) ist ein Überbegriff für krankengymnastische (physiotherapeutische) Bewegungsübungen. Diese können passiv, assistiv, aktiv oder resistiv durchgeführt werden.

Das MTD-Gesetz (Gesetz der Medizinisch-technischen-Dienste, österreichische Gesetzgebung[1])
versteht unter Heilgymnastik (Mechanotherapie, Kinesitherapie)
Bewegungstherapie mit allen bewegungstherapeutischen Konzepten und
Techniken sowie Perzeptionsschulung und manuelle Therapie der Gelenke.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • PIR-Techniken (postisometrische Relaxationstechniken)
    Zur gezielten Muskelentspannung nach isometrischer Anspannung.

  • PNF (propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation)
    Zur Verbesserung von Kraft, Koordination und Bewegungsabläufen.

  • Manuelle Konzepte, wie zum Beispiel:

    • Maitland

    • Sachse

    • Kaltenborn

    • Cyriax

  • Techniken zur Mobilisation von Gewebe, darunter:

    • Bindegewebe

    • Nervengewebe

    • Muskelgewebe
      (z. B. Faszientechniken, osteopathische Mobilisationstechniken, craniosacrale Mobilisation)

  • Medizinische Trainingstherapie (MTT)
    Bestandteil der Heilgymnastik, inklusive geräteunterstützter Krankengymnastik.

  • Training mit therapeutischen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel:

    • Therabänder

    • Gymnastikbälle

    • Kippbretter